Ein Allel bezeichnet eine mögliche Ausprägung eines Gens, das sich an einem bestimmten Ort auf einem Chromosom befindet.
Als Autosomen werden in der Genetik die Chromosomen bezeichnet, die nicht zu den Geschlechtschromosomen gehören.
Als autosomal - entweder autosomal dominant, autosomal intermediär oder autosomal rezessiv - werden Erbgänge bezeichnet, bei denen das betroffene Gen auf einem Autosom liegt.
Chromosomen sind Strukturen, die Gene und damit Erbinformationen enthalten.
Unter Diploidie wird in der Genetik das Vorhandensein zweier vollständiger Chromosomensätze als sogenannter doppelter Chromosomensatz verstanden. Jedes Chromosom liegt in doppelter Zahl vor, weil jedes Individuum jeweils einen vollständigen Chromosomensatz von jedem Elternteil erbt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom diploiden Chromosomensatz.
In der Genetik wir zwischen dominanten und rezessiven Erbfaktoren unterschieden. Bei mischerbigem Vorkommen überdeckt das dominante Gen die Merkmalsausprägung des rezessiven Gens, und es tritt nur die Merkmalsausprägung des dominanten Gens in Erscheinung.
Fanconi ist eine Erkrankung der Nieren, die zu vermehrter Ausscheidung lebensnotwendiger Stoffe führt. Sie zeigt sich meist zwischen dem 5. und 7. Lebensjahr. Erste Anzeichen sind häufiges Urinieren und ständiger Durst. Unbehandelt führt die Erkrankung zum Tod. Bei frühzeitiger Diagnose und regelmäßiger, lebenslanger Behandlung ist die Lebenserwartung jedoch sehr gut.
Fanconi ist eine genetisch bedingte Krankheit. Sie tritt nur in Erscheinung, wenn der Basenji von beiden Elternteilen ein verändertes, krankheitsverursachende Gen geerbt hat, folgt also dem autosomal rezessivem Erbgang. Bis September 2011 ließ sich nur durch einen Linked Marker Test feststellen, ob ein Basenji
Nachdem es Dr. Gary Johnson gelungen ist, dass mutierte Gen des Fanconi-Syndroms zu finden, ist es seit September 2011 möglich, anhand eines Gentests eindeutig zu bestimmen, ob ein Basenji
Da das Ergebnis des Linked Marker Tests nicht zu 100 % sicher war, ist es sinnvoll, alle Basenjis erneut mit dem Gentest testen zu lassen. Nur beim Vorliegen von Gentestergebnissen der Elterntiere kann eventuell auf einen erneuten Test verzichtet werden, sofern ausgeschlossen werden kann, dass die Nachkommen vom Fanconi-Syndrom betroffen sein könnten oder, falls sie zur Zucht eingesetzt werden sollen, es sich um Träger handeln könnte.
Die Fédération Cynologique Internationale, kurz F.C.I., ist die Weltorganisation der Kynologie. Sie umfasst zur Zeit 84 Mitglieds- und Partnerländer mit jeweils einem Verband pro Land, welche ihrerseits eigene Ahnentafeln ausstellen und die Richter ausbilden. Die F.C.I. garantiert innerhalb ihrer Organisation die gegenseitige Anerkennung der Abstammungsurkunden und der Richter.
Als Fremdzucht wird die Verpaarung von nicht miteinander verwandten Tieren gleicher Rasse bezeichnet. Die Zuchttiere werden bei dieser Technik generell mit Blick auf die äußeren Merkmale ausgewählt. Doch obwohl die Welpen nach der simplen Regel „gleiches x gleiches ergibt gleiches“ mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit ihren Eltern ähnlich sehen, werden sie gepaart mit anderen Hunden, ihre Eigenschaften an ihre Nachkommen nicht so sicher weitergeben können wie ein gezielt liniengezüchteter Hund. Dieser durch die meist fehlende Homozygotie verursachte Nachteil, bringt auf der anderen Seite aber den Vorteil mit sich, dass die Wahrscheinlichkeit von Inzuchtdepressionen zurückgeht. Das größte Problem der Fremdzucht liegt darin, dass sich beim Auftreten einer vererbbaren Erkrankung kaum eine Schlussfolgerung für die Zucht ziehen lässt.
Genom ist ein Begriff aus der Genetik. Er bezeichnet die Gesamtheit aller Gene eines Organismus.
Als Hämolytische Anämie bezeichnet man alle Formen der Blutarmut, die darauf zurückzuführen sind, dass die roten Blutkörperchen ihre normale Lebensdauer nicht erreichen. Die Ursachen sind zahlreich. Sie reichen von Infektionskrankheiten über toxisch oder medikamentös bedingte Ursachen bis hin zu genetisch bedingten Krankheiten wie der Pyruvat-Kinase-Defizienz beim Basenji.
Typisches Symptom der Blutarmut ist eine allgemeine Reduzierung der Leistung, welche sich durch Schwäche, Müdigkeit und Fressunlust zeigen kann. Gelegentlich ist auch eine blasse oder gelbliche Verfärbung der Schleimhäute sowie eine dunkle Farbe von Stuhl und Urin zu beobachten.
Ein diploider Organismus besitzt von jedem Gen, das zum Beispiel die Blütenfarbe bestimmt, zwei Kopien, im Normalfall eine von jedem Elternteil. Unterschiedliche Varianten eines Gens werden als Allele bezeichnet. Wenn beide Allele eines Individuums für ein bestimmtes Merkmal gleich sind, ist das Erbgut, bezogen auf dieses Merkmal, reinerbig oder homozygot. Liegen dagegen zwei verschiedene Allele vor, wird dies als Mischerbigkeit oder Heterozygotie bezeichnet.
Ein diploider Organismus besitzt von jedem Gen, das zum Beispiel die Blütenfarbe bestimmt, zwei Kopien, im Normalfall eine von jedem Elternteil. Unterschiedliche Varianten eines Gens werden als Allele bezeichnet. Wenn beide Allele eines Individuums für ein bestimmtes Merkmal gleich sind, ist das Erbgut, bezogen auf dieses Merkmal, reinerbig oder homozygot.
Die Hüftgelenksdysplasie ist eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks. Sie ist zu großen Teilen genetisch bedingt, falsche Ernährung und Haltung des Hundes begünstigen jedoch das Entstehen und Fortschreiten der Krankheit.
Anzeichen dieser Erkrankung sind Schmerzen und zunehmende Bewegungseinschränkung. Im fortgeschrittenen Stadium kann häufig nur durch eine Operation oder eine dauerhafte Schmerztherapie eine ausreichende Lebensqualität aufrecht erhalten werden.
Eine zuverlässige Möglichkeit, den Schweregrad der Erkrankung zu erkennen, ist die Röntgenuntersuchung. Bei der Auswertung der Aufnahmen wird üblicherweise zwischen fünf verschiedenen Schweregraden unterschieden.
| A | HD-Frei |
| B | Übergangsform/Grenzfall |
| C | Leichte HD |
| D | Mittlere HD |
| E | Schwere HD |
Bisweilen werden die Grade A - D noch in A1 und A2, B1 und B2, C1 und C2 sowie D1 und D2 aufgeteilt.
In der Genetik wird zwischen dominant-rezessivem und intermediärem Erbgang unterschieden. Beide Varianten treten auf, wenn Heterozygotie vorliegt. Anders als beim dominant-rezessivem Erbgang setzt sich beim intermediären Erbgang nicht eine Merkmalsausprägung gegen die andere durch, sondern es wird eine gemischte Merkmalsausprägung sichtbar. Eine Pflanze, die sowohl die Erbinformation für rote, als auch für weiße Blüten in sich trägt, würde demnach rosa Blüten ausbilden.
Unter Inzucht versteht man die bevorzugte Verpaarung von relativ nahen Blutsverwandten. Folge der Inzucht ist, dass immer mehr Allele homozygot werden.
Als Folge der Inzucht wird von Züchtern nicht selten eine Verringerung der Vitalität, der Fruchtbarkeit und der Krankheitsresistenz beobachtet. Von dieser so genannten Inzuchtdepression betroffene Lebewesen bleiben meist auch etwas kleiner in der Statur.
Als Katarakt wird die Trübung der Linse bezeichnet.
Nicht jede Linseneintrübung führt zu merklicher Seebeeinträchtigung des Hundes. Viele kleinere Katarakte bleiben unerkannt. Besonders einseitige Katarakte werden meist gut durch das andere Auge kompensiert. Beidseitige Katarakte können sich aber im Verhalten des Tieres bemerkbar machen. Besonders in fremder Umgebung läuft der Hund dann gegen Gegenstände. In häuslicher Umgebung stößt jedoch selbst der gänzlich erblindete Hund nicht oder nur unmerklich gegen Dinge, die einen festen Platz haben.
Die weitaus überwiegende Ursache der Kataraktbildung ist erblich. Eine weitere, häufige Ursache für den Grauen Star stellt der Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) dar. Außerdem kann die Linseneintrübung durch Verletzungen oder Vergiftungen verursacht werden oder durch die Ernährung bedingt sein.
Bislang sind keine Medikamente bekannt, die eine Katarakt heilen oder das Fortschreiten der Erkrankung verhindern können. Als einzige Therapie bleibt die Operation.
Die Kynologie ist die Lehre von Zucht, Dressur und Krankheiten der Hunde.
Linienzucht ist maßvolle Inzucht. Die Zuchttiere innerhalb der engeren oder weiteren Verwandtschaft sollten sorgfältig nach ihrem Körper- und Wesensmerkmalen ausgewählt werden, um eine Zucht auf einen bestimmten Typ gleicher Rasse zu erreichen. Es kommen nur Hunde in Frage, bei deren Vorfahren und Verwandten keinerlei genetischen Defekte vorhanden sind, da das erneute Auftreten dieser Defekte durch Linienzucht begünstigt wird. Ziel der Linienzucht ist die Reinerbigkeit in Bezug auf erwünschte Gene und das „Herauszüchten“ von unerwünschten Genen. Durch Linienzug ist es vorhersagbarer, welche Merkmale die Welpen tragen werden.
Der Linked Marker Test ist ein indirekter DNA-Test zur Untersuchung des Erbgutes auf krankheitsverursachende Genveränderungen. Er wird verwendet, wenn zwar das krankheitsverursachende Gen noch nicht bekannt ist und somit kein direkter DNA-Test möglich ist, aber bereits Erkenntnisse darüber vorliegen, dass die krankheitsverursachende Genveränderung eng mit einem genetischen Marker verknüpft ist. Durch diese enge Verknüpfung ist es möglich über den genetischen Marker zu diagnostizieren, ob der Hund die Krankheit ausbilden oder ob er gesund bleiben wird.
Da es sich bei dem Linked Marker Test nur um einen indirekten DNA-Test handelt, ist er nicht 100 % zuverlässig.
Die Membrana Pupillaris Persistens, kurz MPP oder PPM, ist eine als erblich angesehene Augenerkrankung. Ein aus der Embryonalzeit verbliebenes Häutchen auf der Pupille bildet sich bei dieser Erkrankung nicht wie gewöhnlich innerhalb der ersten Lebenswochen des Welpen zurück. Feine Fäden dieser Haut verbleiben auf der Pupille.
MPP kommt in verschiedenen Schweregraden vor.
Bei der leichten MPP erstrecken sich ein oder mehrere dünne Stränge von Iris zu Iris. Sie verursacht keine Sehbehinderung.
Bei mittel- oder schwergradiger MPP ziehen sich die Stränge von der Iris zur Hornhaut oder von der Iris zur Linse. Durch Reizung kann es an diesen Stellen zu Trübungen der Linse oder der Hornhaut kommen. Bei massiven Trübungen können unterschiedlich starke Seheinschränkungen auftreten.
Ein Gentest zur Diagnose der MPP existiert noch nicht. Der BKD fordert deswegen eine regelmäßige Augenuntersuchung der Zuchttiere durch einen spezialisierten Tierarzt. Die letzte Augenuntersuchung darf vor Zuchteinsatz nicht älter als neun Monate sein.
Eine Ahnentafel, auf englisch Pedigree, stellt die Vorfahren eine Lebewesens in einer feststehenden Ordnung dar.
Die PRA ist eine autosomal rezessiv vererbbare Augenerkrankung, die viele Hunderassen betrifft. Je nach Rasse tritt sie in unterschiedlichen Ausprägungen auf.
Beim Basenji sind erste Anzeichen der PRA in der Regel erst zwischen dem 4. bis 8. Lebensjahr zu erkennen. Die PRA befällt zunächst die Stäbchen, welche dann stufenweise degenerieren. Da die Stäbchen für das Sehen im Dämmerlicht und das Kontrastsehen zuständig sind, ist Nachtblindheit meist das erste Anzeichen einer beginnenden PRA. Wenn die PRA dann auch auf die Zäpfchen übergeht, welche für das Sehen bei Tageslicht und das Farbsehen zuständig sind, wird das Sehen des Hundes auch am Tag schlechter. Im Endstadium führt die PRA immer zur Erblindung des Basenjis.
Die Pyruvat-Kinase-Defizienz ist eine autosomal rezessiv vererbte Erkrankung. Sie führt zu einer chronischen, regenerativen hämolytischen Anämie.
Betroffene Hunde leiden unter allgemeiner Schwäche verbunden mit Appetitlosigkeit, einer verminderten Belastbarkeit des Knochengewebes und Gelenkschmerzen. In der Regel sterben sie sehr früh.
Dank eines Gentest ist es mittlerweile möglich, Verpaarungen, die zu Welpen mit einer Erkrankung an Pyruvat-Kinase-Defizienz führen könnten, auszuschließen.
Rezessiv bedeutet in der Genetik "zurücktretend" oder "nicht in Erscheinung tretend". Der Begriff bezieht sich auf ein Merkmal eines Lebewesens, dessen Ausprägung durch ein anderes, dominantes Gen überdeckt werden kann.
Die rezessive Merkmalsausprägung tritt nur in Erscheinung, wenn sie reinerbig vorhanden ist, also von beiden Elternteilen weitervererbt wurde.
Anlagen-Träger ist ein Begriff aus der Genetik. Gemeint ist ein Lebewesen, das bezogen auf ein bestimmtes Gen mischerbig ist, obwohl diese Mischerbigkeit äußerlich nicht erkennbar ist. Die Erklärung hierfür liegt im dominant-rezessiven Erbgang. Das rezessive Gen wird von dem dominanten Gen verdeckt und tritt somit nicht in Erscheinung. Dennoch trägt das Lebewesen dieses Gen in seinem Genom und kann es an seine Nachkommen weitervererben.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Erkenntnis, dass ein Anlagen-Träger das rezessiv vererbte Merkmal nicht ausbilden wird. Wenn es sich um eine rezessiv vererbte Krankheit handelt, wird der Anlagen-Träger nicht an dieser erkranken. Besonders deutlich wird einen dies bei der Vererbung der Fellfarben. Ein Basenji mit rot-weißer Fellfarbe trägt häufig das rezessive tricolor in seinem Genom. Trotzdem wird der Hund nicht irgendwann seine rot-weiße Fellfarbe verlieren und tricolor werden.
Das rezessive Gen tritt nur dann in Erscheinung, wenn es reinerbig vorliegt. Insofern ist es wichtig, Anlagen-Träger einer Krankheit nicht mit Anlagen-Trägern der gleichen Erkrankung zu verpaaren. Dann nämlich kann es passieren, dass die Nachkommen, das entsprechende Gen von beiden Elternteilen erben und es somit reinerbig in ihrem Genom vorliegt. Diese Nachkommen hätten dann die genetische Veranlagung zum Ausbruch der Erkrankung. Es spricht jedoch nichts gegen eine Verpaarung von Anlagen-Trägern mit freien Tieren, denn aus dieser Verpaarung können nur Anlagen-Träger und freie Tiere hervorgehen. Zum Erhalt der genetischen Vielfältigkeit erscheint es insbesondere bei kleinen Populationen angeraten, Anlagen-Träger nicht von der Zucht auszuschließen.
Der Verband für das Deutsche Hundewesen, kurz VDH, ist die führende Interessenvertretung aller Hundehalter in Deutschland. Mit seinen Wurzeln im Jahre 1906, repräsentiert der VDH heute mehr als 650.000 Mitglieder. Der VDH ist die Dachorganisation von bundesweit rund 175 Mitgliedsorganisationen. Über 250 verschiedene Hunderassen werden in den Zuchtvereinen des VDH betreut und unter strengen Kontrollen gezüchtet.